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Rechtliche Grundlagen

Ausgehend von den USA und Großbritannien haben sich in Europa in den letzten Jahren unter dem Schlagwort Crowdfunding alternative Finanzierungsformen für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt, welche bankenunabhängig sind. Dabei investieren viele Privatpersonen oder auch Firmen kleinere Beträge in ein Projekt oder ein Unternehmen.

Von Crowdinvesting spricht man, wenn Investoren eine Rendite auf das eingesetzte Kapital und fallweise auch eine Beteiligung an der Wertsteigerung des Unternehmens erwarten dürfen. Mit diesem Instrument wurden bisher Start-Ups und kleinere Projekte von bestehenden Unternehmen finanziert.

Mit dem Inkrafttreten des Alternativfinanzierungsgesetzes am 01.09.2015 wurden rechtliche Grauzonen behoben und das zulässige Emissionsvolumen von 250.000 Euro auf 1,5 Millionen Euro angehoben.

  • Emittent kann natürliche oder juristische Person sein
  • Zulässig für kleine und mittlere Unternehmen gem. KMU Definition
  • Kapital muss für operative Tätigkeit des Unternehmens verwendet werden
  • Keine Prospektpflicht bis zur Aushaftung von 5 Mio € innerhalb von 7 Jahren
  • Geprüfte Mindestinformation für Anleger ab 100.000 € Emissionswert
  • Limit pro Anleger 5.000 € innerhalb von 12 Monaten mit Ausnahmen für Besserverdiener
  • Anleger und VKI erhalten aktuellen Jahresabschluss und Informationen zu wesentlichen Änderungen

Als alternative Finanzinstrumente sind zugelassen: Aktien, Anleihen, Geschäftsanteile an Kapitalgesellschaften und Genossenschaften, Genussrechte, Stille Beteiligungen und Nachrangdarlehen. Somit bietet sich mit dem Instrument Crowdinvesting/Bürgerbeteiligung auch für etablierte Unternehmen eine neue und sehr interessante Finanzierungsform an.

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